Schnoddermodderrocker

Dodo stand endlich am Kanälchen de Grandelarus und hatte Herzrocken. Er wühlte auf der Suche nach einem ernsthaften Gedankenhalterich mit seinen nackten Saugnapfzehen zwischen dem regenassen Herbstlaub im Modder herum und befühlte allerlei Geröllsteinchen. Seine Nase weinte, und er schniefte am laufenden Band. Er hatte kein Taschentuch dabei …

So verweilte er an Ort und Stelle und schaute dem klaren Waldwasser beim Fliesen zu, während Eckstein nur wenige Momente vorher für sie alle Gehirnzermartering betrieben und sich in seiner Detailgenauigkeit verloren hatte. Er hatte alles nach einem atemnötigen Geistesdauerlauf durchwrungen, bis er schließlich justament sein erworbenes

Wissen halbwegs zufrieden in Einmachgläser tat, im Einkochtopf zu weckte, um die Konserven dann in sein Gedächtnisregal abzustellen.

Nun warteten sie beide auf das Erscheinen ihrer Fee. In Rockerstiefeln, mit der Schürze überm gemalten Evakostüm und Lockenwicklern im Haar. Denn diese hatte sie in persönlicher Führsorge postwendend an die stürmische Luft geschickt. Zum Auslüften in den saubergewaschenen, zurzeit immer flüchtigen Herbstsonnenstrahlen …

Als Dodos Saugnapfzehen doch noch einen lohnenswerten Kieselstein im Modder fanden, den er gedanklich abrunden konnte, drehte er alsbald auf dem Absatz um, damit er seiner spontanen Eingebung folgen konnte …

© Rose Kane, BS, 10/2017