Der*markige*Kaffee*des*Bären

„Wir, das Schöffengericht des Amtsgerichtes, sind heute zusammengetreten, um in der Strafsache Bordolina-und-Dramaqueen zu verhandeln. Anwesend sind der Strafrichter Herr Bärum, die Lackaffenschöffen Herr Schnurz und Frau Pieps, Herr Staatsanwalt Biedermann und Frau Strafverteidigerin Dinkelhuber. Des Weiteren sind die Angeklagten Bordolina und die Dramaqueen heute hier erschienen. Und es wurden der Beschädigte namens Dodo sowie die Zeugen Eckstein und die Fee geladen. Ich eröffne also hiermit die Verhandlung und erteile dem Staatsanwalt Biedermann das Wort.“, blecherte der Strafrichter Herr Bärum.
Er stand steif hinter dem Richtertisch, hielt in der linken Hand die Waage mit den Waagschalen Gerechtigkeit und Recht in die Höhe. Mit der anderen Hand schwang er sein Laserschwert. Die Augenbinde war ihm von den schwarzen Knopfaugen gerutscht und ruhte um seinen dicken Hals. Den hatte er nach sieben Jahren Richtertätigkeit längst bekommen. Er war von massiger Statur. Sein Körper glänzte metallisch und war überall mit weißen und rosafarbenen Strasssteinen besetzt.
Der Strafrichter Herr Bärum war ein lebensgroßer, bäriger Schlüsselanhänger. Doch das traute sich keiner der im Gerichtssaal Anwesenden laut auszusprechen. Stattdessen dienerten sie alle vor ihm, bis auf Dodo und seine Ich-Gang …

Nun also erhielt der Herr Staatsanwalt Biedermann das Wort. Er war ein waschechter Windhund, ganz rank und schlank, mit modischer Kurzhaarfrisur und schmaler, spitz zulaufender Schnauze. Er saß auf seinen langen, kräftigen Hinterläufen und trug eine schwarze Robe über seinem sportiven, himmelblauen Ganzkörpergymnastikanzug. Seine Stimme klang windig, als er die Anklageschrift verlas:
„Den Angenagten wird zur Last gelegt, sich in inneren Negativdialogen ergossen zu haben, als es um die Sympathiebekundungen des Beschädigten gegangen ist, die er der schwarzen Wölfin gegenüber gemacht hat. Alle beide, Bordolina und die Dramaqueen, haben sich dabei in etwas hineingedreht, was sie letzten Endes nicht mehr verantwortlich steuern konnten. Nach Paragraph siebenunddreißig der gräulichen Wir-sind-schon-groß-Verordnung haben sich beide Angenagten der Schwarz-Weiß-Malerei und der Kleine-Kinder-Fühlweise schuldig gemacht. Erschwerend wird ihnen zur Last gelegt, dass sie nach Paragraph zweihundertzweiundvierzig des Strafgesetzbuches Kinderschuhe aus ihrer unmittelbaren Nachbarschaft entwendet und Dodo gezwungen haben, diese anzuziehen, um darin ein paar Tage herumlaufen zu müssen. …“

Der Herr Staatsanwalt Biedermann war noch lange nicht fertig mit Reden. Aber irgendwie schenkte man ihm nicht die gehörige Aufmerksamkeit. Dafür sorgte die Frau Strafverteidigerin Dinkelhuber. Sie war eine Karpfin im Blaumann. Sie hatte ihre Robe zu Hause liegengelassen und war auch noch zu spät zur Verhandlung gekommen. Und jetzt lag sie halb auf ihrem Stuhl und schnappte tonlos nach Luft. Sie drohte schier zu ersticken.
Die Lackaffenschöffen Herr Schnurz und Frau Pieps schauten schon ganz besorgt zu ihr herüber. Es waren zwei eineiige Zwillingsaffen, ganz in bunter Zirkusmanie gekleidet und mit zipfeligen, bimmeligen Narrenkappen auf den Köpfen. Sie saßen zur jeweils Linken und Rechten des Strafrichters. Beide hatten eine überreife Banane in der Hand und hielten sich diese ans Ohr, so als ob sie jeden Augenblick lostelefonieren wollten, um einen Notarzt zu rufen …

Als der Herr Staatsanwalt Biedermann endlich am Ende der Anklageschrift angelangt war und seinen ersten Zeugen, namens Eckstein, in den Zeugenstand rief, hatte sich auch die Frau Strafverteidigerin Dinkelhuber erholt und in ihrem Lehnstuhl aufgerappelt. Sie räusperte sich mehrfach, während sie ihre Akten von einem Stapel auf den Anderen sortierte. Auch beäugte sie den Staatsanwalt, so als ob sie seinen nächsten Winkelzug vorhersehen wollte.

„Eckstein“, hob der Herr Staatsanwalt Biedermann an, „können Sie uns schildern, was am Gründonnerstag zwischen Ihnen und der schwarzen Wölfin geschehen ist?“
Eckstein hüstelte nervös ins Mikrophon. Ihm war es unangenehm, sich noch einmal in aller Öffentlichkeit derartig die Blöße geben zu müssen. Er wollte nicht mehr darüber reden, und er trat von einem Bein auf das Andere und suchte nach Worten. Doch ihm fiel nur der Bärenmarke-Werbeklassiker von anno neunzehnhundertsiebenundfünfzig ein, und er verspürte einen gewissen Krümelkaffeedurst …
„Beantworten Sie die Frage!“, ermahnte ihn der Strafrichter Herr Bärum.
Eckstein räusperte sich erneut und hob an, zu erzählen, „Ich, ähm, ja … Das war so: Dodo hatte uns ein paar Tage zuvor gegenüber der Wölfin als perverse Lesbe geoutet. Und es schien alles fein zu sein. Doch dem war nicht wirklich so. Er beziehungsweise ich oder vielmehr wir haben die darauf folgenden zarten Hab-Acht-Signale von Seiten der Wölfin überhört und übersehen und überfühlt. Es verhielt sich mit ihr ein bisschen so wie mit der glitschigen Seife in unseren feuchten Händen. Tja … Und dann wollte ich mich am Gründonnerstag von ihr in die Ferien verabschieden. Ich habe dabei spontan und kumpelhaft den Arm um ihre Schultern gelegt. Da hat sie sich flugs weggeduckt und ist mit wehenden Fahnen auf und davon geeilt. … Dodo und ich und auch die anderen waren dann mit der Glucke noch etwas essen. Aber irgendwie war der Ofen aus. Dodo brachte kaum mehr ein Wort heraus. Bodolina und die Dramaqueen haben sich über mich und Dodo das Maul zerrissen. Und ich habe mir meinen Kopf zerbrochen, während die anderen einfach nur teilnahmslos daneben gesessen sind. Das war nicht schön.“
Eckstein atmete hörbar aus. Das empfindliche Mikrophon ertönte prustend. Eckstein schmeckte einen markigen Kaffee des Bären, den er nicht getrunken hatte, auf seiner Zunge. Er musste schmunzeln. Denn er stellte sich den metallischen Strafrichter Herrn Bärum als kuscheligen Bärenmarkebären vor, wie er anstatt des Laserschwertes einen Gehstock mit Blümchen im Griff schwang und anstatt der Gerichtswaage eine kleine Milchkanne in der Hand hielt.
„Was war nicht schön?“, unterbrach der Herr Staatsanwalt Biedermann Ecksteins Assoziation. Er hatte sich von seinem Stuhl erhoben und machte, auf seinen Hinterläufen stehend, Männchen. Seine Rute lugte unter der Robe hervor und wedelte aufmerksam hin und her, während er seine schmalen Vorderpfoten sacht aneinander legte, so als ob er ein Gebet sprechen wollte.
„Naja, das, was Bordolina und die Dramaqueen dann abgezogen haben …“, fuhr Eckstein fort. Abermals verlagerte er sein Gewicht von einem Bein auf das Andere. Die eine Hand hatte er in der Hosentasche und lies dort seinen Hausschlüssel durch die Finger gleiten, während seine andere Hand auf dem Geländer des Zeugenstandes ruhte.
„Was haben die beiden Angenagten denn abgezogen?“, hakte der Herr Staatsanwalt Biedermann nach und lächelte dabei siegesgewiss.
„Nun, die Dramaqueen hat gemeint, dass die Wölfin nun überall herumerzählen würde, dass wir eine perverse Lesbe seien, und dabei ließe sie kein gutes Haar an uns. Daraufhin hat dann Bordolina abgelästert, dass die Wölfin nicht mit uns befreundet sein und kein Wort mehr mit uns wechseln wollen würde. Sie sagte auch, dass die Wölfin in Zukunft unsereins ausweichen und uns anders behandeln würde als vor unserem ersten längeren, sehr offenem Privatgespräch mit ihr. Das hat Dodo total gelähmt und ihn in unsere Kindheit zurückkatapultiert. Für Tage …“
Der Herr Staatsanwalt Biedermann blätterte in seinen Akten, räusperte sich und fragte, „Was war da noch?“ Sein Windhundschwanz bewegte sich für einige Augenblicke nicht.
Eckstein schluckte. Er musste an Bordolinas hämisches Gelächter denken, wie sie zur Dramaqueen meinte, dass Dodo ein kleines, wertloses Häuflein Elend von einem inneren Kind sei, was gar keine Freunde hätte und mutterseelenallein sei. Ihm kamen auch die Worte der Dramaqueen in den Sinn, dass sie meinte, alle würden über Dodo lachen, ihre Witzchen über ihn reißen und ihn

nicht Ernst nehmen. Das brachte Eckstein zögerlich zu Protokoll, denn er musste daran denken, wie er sich selbst bittere Vorwürfe wegen seiner für die Wölfin misslichen Umarmung gemacht hatte.
Hier meldete sich die Frau Strafverteidigerin Dinkelhuber zu Wort, „Was war denn ihre Rolle in diesem Geschehen?“ Noch während sie sprach, zupfte sie mit der linken Flosse an ihrem Blaumann herum. Denn dieser war ihr viel zu groß … Und der Herr Staatsanwalt Biedermann setzte sich zurück auf seine Hinterläufe.
Eckstein schrumpfte auf ein Mindestmaß seiner Selbst zusammen und geriet ins zaghafte Stottern, „Ich, … ich, … ich bin meinem Dodo nicht zur Seite gesprungen, obwohl ich es gekonnt hätte, sondern habe ihm noch zusätzlich zermürbende Vorwürfe unter die Nase gehalten. Ich habe ihm Vorhaltungen gemacht, dass er, was die Wölfin angeht, alles falsch gemacht hat, dass er uns nicht hätte outen sollen. Ich habe ihm an den Kopf geknallt, dass er ein großer, naiver Depp ist. Ich habe ihn mit Bordolina und der Dramaqueen allein gelassen. Im Prinzip war ich nicht wesentlich besser als die beiden Angeklagten.“
Eckstein schwieg betreten. Er fühlte sich nackt, und ihm taten die Füße weh. Er wollte nicht in diesem Gerichtsaal sein. Und er hätte jetzt gerne seinen Dodo an die Hand genommen, um mit ihm eine Runde hinaus an die frische Luft zu gehen …

Die Frau Strafverteidigerin Dinkelhuber nickte zufrieden ihren beiden Mandanten zu und rieb sich die Flossen. „Hohes Gericht! Ich beantrage hiermit, den Zeugen Eckstein aus dem Zeugenstand zu entlassen. Denn er war letzten Endes auch nur ein Rädchen im Getriebe. Zumindest hat er sich von den Angeklagten bereitwillig dazu machen lassen. Des Weiteren stelle ich den Antrag, die Fee als Zeugin aufzurufen.“
„So sei es!“, blecherte der Strafrichter Herr Bärum. Er hatte sich inzwischen auf seinen Richterstuhl gesetzt und das Laserschwert sowie die Waage beiseitegelegt. Stattdessen hielt er einen Kugelschreiber in den Händen und ließ diesen zwischen seinen Fingern hin und her wandern …

Die Fee trat gelassen auf den Plan. Sie trug ihren allseits beliebten, ausladenden Liebesperlenhut, und ihre Weiblichkeit war in ein violettes Satinkorsett und in einen nachtblauen, mit Glittersternen bestickten Barockreifrock gekleidet. Der Rock passte kaum in den Zeugenstand.

Die Frau Strafverteidigerin Dinkelhuber rückte ihr Mikrophon zurecht, bevor sie erneut zum Sprechen anhob. „Werte Fee, wie haben Sie denn Dodo in den letzten Tagen erlebt?“, wollte sie wissen.
Die Fee lächelte traurig, „Als sehr still, nachdenklich und in sich gekehrt. Er war sich ob seines Auftretens im Außen sehr unsicher. So leise tretend hat er sich schon lange nicht mehr gegeben. Das tat mir innerlich weh, ihn so zu sehen.“
„Haben Sie versucht, ihm helfend unter die Arme zu greifen?“, fragte die Frau Strafverteidigerin Dinkelhuber weiter.
Die Fee nickte. „Ich habe versucht, ihm Mut zu machen, ihm den Rücken zu stärken. Und ich wollte ihm die Kinderschuhe wieder wegnehmen. Die haben ihm sowieso nicht gepasst. Doch es war wie verhext, die Schuhe schienen zumindest für den damaligen Augenblick mit Dodos Füßen fest verwachsen zu sein. Ich habe ihm dann vorgeschlagen, der Wölfin einen Brief zu schreiben, indem er erläutern soll, dass er nur an einem freundschaftlichen Kontakt interessiert ist. …“
Die Frau Strafverteidigerin Dinkelhuber fragte nach, „Und ist Dodo Ihrem Ratschlag gefolgt?“
„Ja“, antwortete die Fee und lächelte über das ganze Gesicht. „Und es war gut so. Denn dadurch hat sich die Lage zwischen der Wölfin und uns langsam wieder entspannt. Inzwischen konnte sich Dodo auch der Kinderschuhe entledigen. Seine Zehen und Versen waren schon ganz wund …“
„Und was haben Sie für einen Eindruck von Bordolina und der Dramaqueen gewonnen?“, wollte die Strafverteidigerin von der Fee wissen. Sie rutschte auf ihrem Stuhl hin und her, so als würde sie auf einer unsichtbaren Reißzwecke sitzen, und ihr Fischmaul bewegte sich lippenlos auf und zu.
Die Fee rückte ihren Liebesperlenhut zurecht, holte tief Luft und meinte dazu, „Sie beide, Bordolina und die Dramaqueen, haben sich so verhalten, wie sie sich eben gegeben haben, weil sie es nicht anders kannten. Sie sind die Relikte einer Zeit voller Verdrehungen. Sie sind unmittelbare Erben unserer Kindheit. Sie haben diese vernarbte Seelenprägung erhalten. Im Prinzip können sie nichts dafür? …“
Die Fee stockte und schwieg für einen Augenblick.
Allerdings erhob der Herr Staatsanwalt Biedermann sein Wort. „Moment!“, rief er aus. „Ist es nicht vielmehr so, dass wir alle dafür verantwortlich sind, was wir aus unserer Vergangenheit machen? Und verhält es sich nicht so, dass wir uns nicht auf dem Ich-bin-eben-so-weil-man-mich-dazu-gemacht-hat ausruhen darf? Seine Augen richteten sich auf den breitkrempigen Liebesperlenhut und das Dekolleté der Fee und bewunderten die üppige Auslage. Seine Rute wedelte wieder unter der Robe hin und her. Er hatte sich abermals auf seinen Hinterläufen aufgerichtet und stützte sich dieses Mal mit den Vorderpfoten an der Tischkante ab.
Die Fee „Hmmte“ deutlich hörbar ins Mikrophon. Sie blickte nachdenklich zu den beiden Angeklagten hinüber. „Seien Sie nicht so streng mit ihnen, Herr Staatsanwalt. Oder können Sie emotional und rational nachvollziehen, wie es ist, wenn man mitten in der Chose steckt und in sich selbst gefangen ist?“
Bordolina und die Dramaqueen hielten sich bei den Händen. Beide saßen auf der Stuhlkante und wippten mit dem Oberkörper hin und her. Sie wollten am liebsten alles ungeschehen machen. Doch dies war unmöglich. Denn sie hatten Dodos Seifenblasenmaschine bei ihrer vorletzten Seelenpeinaktion kaputt gemacht, und Dodo hatte den Schaden noch nicht repariert.

Der Herr Staatsanwalt Biedermann machte den Eindruck, als hätte er in einen quietschsauren Apfel gebissen. „Ich habe keine weiteren Fragen an die Zeugin. Mich würde aber interessieren, was der Beschädigte Dodo zu sagen hat.
Und so erhob sich Dodo von seinem Sitz unter den Prozessbeobachtern. Der Justizwachtmeister eilte dienstfertig herbei und reichte Dodo ein Handmikrophon. Dieser räusperte sich, blickte suchend in die Runde und ankerte gedanklich bei seiner Fee. Dodos Augen suchten die ihren …
Er hob an zu reden. Seine Stimme klang fest und klar. Er fragte in den Gerichtsaal hinein, „Was tun wir hier eigentlich? Ist es nicht grotesk, über sich selbst Gericht zu halten? Denn wir alle bedeuten doch in Summe ein Ich, auch wenn Teile von uns fehlerhaft erscheinen, ihre Macken haben und einfach anders funktionieren. Dodo schwieg einen Moment, holte Luft und zwinkerte der Fee zu. Seine Hand hielt das Mikrophon fest umschlossen. Dann fuhr er fort, „Geht es nicht vielmehr darum, sich auch mit seinen Schwächen anzunehmen und mit ihnen leben zu lernen?“
Wieder verstummte Dodo kurz. Er musste daran denken, wie er Bordolina und die Dramaqueen schon des Öfteren in ihrer Not getröstet, sie an die Hand genommen hatte und für sie kreativ gewesen ist.
„Ich liebe sie“, fuhr er fort, „auch wenn sie mich gelegentlich fertig machen. Ich will sie nicht verurteilt sehen. Denn dann müssten wir alle uns gleich mit auf die Anklagebank setzen. Und das wäre dann bis zur Gänze absonderlich.“, schloss er seine Zuwortmeldung ab. Er gab dem Justizwachtmeister das Mikrophon zurück und setzte sich auf seinen Platz.

Der Strafrichter Herr Bärum erhob sich langsam. Dabei knackten seine Gelenke leise. Das Licht im Gerichtssaal brach sich auf seinem mit Strasssteinen besetzten, metallischen Körper. Er sprach, „Das soll uns Plädoyer genug sein.“ Dabei griff er nach der Gerichtswaage mit den Waagschalen Recht und Gerechtigkeit und suchte sein Laserschwert. Dafür rückte er die Augenbinde nicht extra zurecht, sondern redete im getragenen Geschäftston weiter, „Wir, das Schöffengericht, entlassen die Angeklagten Bordolina und die Dramaqueen zwar nicht aus ihrer Verantwortung, sprechen die Beiden aber dennoch frei. Die Gerichtsverhandlung ist hiermit geschlossen, und das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen siebenunddreißig-elf-drei-null abgelegt.“
Ein allgemeines Stimmengewirr erhob sich im Verhandlungsraum, und alle verließen ihre Plätze. Eckstein, die Fee, Dodo und auch die anderen beiden eilten zu Bordolina und der Dramaqueen. Einer nach dem anderen umarmten sie sich einander …
„Fein!“, meinte Eckstein und lächelte vor sich hin, „Dann können wir jetzt noch alle zusammen einen markigen Kaffee des Bären trinken gehen. Hier, gleich ums Eck. … Oder etwa nicht?“

© Rose Kane, Le, BS, Juni 2017